Zwischen der Ladung und der Ladefläche besteht die Reibungskraft. Dies kann man sich folgendermaßen vorstellen: Weder die Ladung noch die Fläche sind vollständig glatt, sondern durch kleine Unebenheiten markiert, die unter dem Mikroskop zu erkennen sind. Die Unebenheiten beider Oberflächen verhaken sich ineinander und verhindern, dass beim Anhalten des Fahrzeugs die Ladung sofort nach hinten rutscht. Wie stark die Reibung ist, hängt von der jeweiligen Oberfläche ab: Ist sie nass oder staubig, rutscht die Ladung leichter, als wenn sie trocken bleibt. Antirutschmatten geben der Ladung dadurch sicheren Halt, dass sie eine hohe Reibungskraft erzeugen. Sie bestehen meist aus Gummi und sind beständig gegen Flüssigkeiten wie Öl, die die Reibung senken.
Oft würde die Ladung auch ohne Matten halten – sie ist eng genug aneinandergereiht und gestapelt, dass sie sanfte Bremsmanöver ohne Weiteres aushält. Bei einem Unfall oder einer Vollbremsung kann das wieder anders aussehen. In einem solchen Fall wirken viel größere Kräfte auf die Ladung ein, als die Reibungskraft aufhalten kann. Kommt es zu einem Unfall, können durch ungesicherte Ladung die Autofahrer hinter dem Transportfahrzeug verletzt werden. Fliegende Ladungsteile können Personen zerquetschen oder Autoscheiben ohne Weiteres zertrümmern. Mit einer Antirutschmatte besteht diese Gefahr nicht. Sie erzeugen eine so große Reibungskraft, dass die Ladung zusammen mit anderen Sicherheitsmaßnahmen wie Gurten auch bei einem Unfall an ihrem Platz bleibt.
Um die Ladung im Straßenverkehr ausreichend zu sichern, muss zunächst die komplette Ladungsfläche mit rutschfesten Matten ausgelegt werden. Auf diese kann anschließend die erste Schicht der Ladung gelegt werden. Soll die Ladung gestapelt werden, müssen sich auch zwischen den Schichten Matten befinden, die ein Abrutschen verhindern – denn im Falle eines Unfalls rutschen zuerst die oberen Teile der Ladung und sind allein durch ihre Höhe eine Gefahr für die anderen Autofahrer.

